Schauspiel​

Improvisationsübungen im Grundlagenseminar dienen dem Ziel, einen szenischen Vorgang selbständig zu erkennen und ihn schauspielerisch umzusetzen. Anhand kurzer Textvorlagen werden die bei der Improvisation erlernten Fähigkeiten fixiert und reproduzierbar gemacht.

 

Das Szenenstudium führt von ersten überschaubaren und erfahrbaren Situationen und Konflikten zur Erarbeitung einer Figur anhand von Sprache, Bewegung und Empfindung. In geschlossenen Szenenfolgen erarbeiten sich die Studierenden Handlungsbögen und erweitern ihre Fähigkeiten zu bühnenfähiger Übersetzung der dramatischen Vorlagen.

 

Die Abschlussinszenierung ermöglicht allen Studierenden, ihre erprobten Fertigkeiten und Fähigkeiten schöpferisch fantasievoll in die Ensemblearbeit einzubringen.

Schauspiel vor der Kamera​

Nach einem theoretischen und anschaulichem Streifzug durch die Film- und Kinogeschichte im 3. Semester erfolgt eine praktische Ausbildung vor der Kamera in den letzten beiden Studiensemestern als Nebenfach parallel zum Bühnenschauspiel.

 

Nach einem theoretischen Teil wird in praxisnahen Szenenübungen „on location“ und intensivem Trainings-Workshop daran gearbeitet, Figuren und Charaktere vor der Kamera mit dem jeweils individuellem Potential glaubhaft, emotional und ausdrucksstark darzustellen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Anpassung mimischer, gestischer und stimmlicher Mittel an ein realitätsnahes Spiel vor der Kamera. Genauigkeit in Adressierung und Reichweite werden trainiert. Praktische Dreh-Erfahrung in kleinteiliger Szenenarbeit wird erworben.

 

Wesentlicher Bestandteil der filmisch umgesetzten Szenen ist deren Übungs-Charakter: neben der Anleitung auch in Selbsterfahrung aus sichtbar werdenden „Baustellen“ und Fehlern zu lernen. Innerhalb einer umfangreicheren Szenenübung im 6. Semester entstehen so auch oftmals genau gearbeitete Sequenzen, die gegebenenfalls als Demovideo für den Berufsstart verwendet werden können.

Sprecherziehung, Stimmbildung, Atemtechnik​, Mikrofonsprechen

In 6 Semestern werden im Gruppen- und Einzelunterricht folgende Fähigkeiten trainiert:

  • Spannung – Entspannung – Grundspannung
  • Körpermitte als Ausgangspunkt jeder sprachlichen Äußerung
  • Physiologische Sprechatmung
  • Präzise, dialektneutrale Artikulation
  • Sprechen als Handlungsvorgang
  • Partnerbezug
  • Sprechhaltungen, literarischen Texte analysieren und umsetzen
  • Sprecherische Gestaltungsmittel
  • Artistische Stimm- und Sprachäußerungen

Die Studenten erlernen die Koordination und Integration von Stimme, Sprache und Körper, um sich deren Wirkung im Detail und in der Gesamtheit bewusst zu werden und zielgerichtet in die Szenenarbeit einbringen zu können.

Szenische Bewegung​

Das Fach Szenische Bewegung beginnt mit dem Erarbeiten eines selbständigen „warm- up“ inklusive „stretching“ und endet mit dem körperlichen Charakterisieren von Rollen oder Typen und deren Befindlichkeit, so wie das in verschiedenen Szenen und Stücken notwendig ist.

Tanz

Das Fach Tanz beinhaltet einen Einblick in die verschiedenen Volkstänze (Folklore), den historischen Tanz, den Gesellschaftstanz bis hin zum Bühnentanz (Musical).

Akrobatik und Bühnenkampf

Ein Training für Kraft, Geschmeidigkeit, Gleichgewicht, Schwerelosigkeit und Ausdruckskraft des Körpers, das letztlich zu mehr Freiheit im dramatischen Spiel führt.

Szenischer Gesang

Stimmbildung:

  • Erarbeitung einer guten Atemtechnik (Vollatmung, reflektorisches Einatmen, Stütze)
  • einer guten/gesunden Körperhaltung (Balance von Spannung / Entspannung, Elastizität der Muskeln)
  • eines guten Körpergefühls, insbes. für den Gesangstrakt
  • einer guten Stimmkontrolle; Aufschließen der Resonanzräume; Koordination der Stimmlippen ohne Anwendung der „äußeren“ Halsmuskeln; Erweiterung des Tonumfangs, eines „weichen“ Tonansatzes; Lockerung der Sprachwerkzeuge (Gaumen, Zunge, Lippen, Kiefer)

Die Individualität der Stimme darf trotz aller Übungen nicht verloren gehen, sondern ganz im Gegenteil, sie muss besonders gepflegt werden.

 

Die Liedarbeit findet in Zusammenarbeit mit den anderen Fachdozenten statt. Es werden vorzugsweise folgende Richtungen unterrichtet: Chanson und Musical („Singen-auf-Tonhöhe“ / „Belting“)

 

Bei Bedarf wird auch Klassik, Jazz oder Rock/Pop-Literatur erarbeitet.

Theater- und Kulturgeschichte

Anhand ausgewählter Stücke werden die wesentlichen Epochen der Theatergeschichte sowie Stil und Themen des jeweiligen Zeitabschnitts vorgestellt. Wir fragen nach dem Verhältnis von Bühne zur Gesellschaft, lernen Positionen der Ästhetik und Dramaturgie kennen und beschäftigen uns mit der Frage, wie diese Stücke bzw. Theaterformen der Vergangenheit für das gegenwärtige Theater fruchtbar zu machen sind.

 

Über das vermittelte Sachwissen hinaus lernen die Schüler Arbeitstechniken und Methoden, um sich später eigenständig in theatergeschichtliche Zusammenhänge vertiefen zu können, falls dies im Rahmen ihrer Berufsausübung notwendig sein sollte. Die Beschäftigung mit Dramen aus den unterschiedlichsten Epochen trainiert die Fähigkeit, Stücke zu lesen und dabei die „Fabel“ (Brecht) und die wesentlichen Vorgänge der Szenen zu erfassen. Durch den Besuch von Theateraufführungen und das Ansehen exemplarischer Inszenierungen auf Video lernen die Schüler, jenseits von bloßen Geschmacksurteilen und Meinungen über Theater zu reden – was ihnen später in der Probenarbeit zugute kommt.

Workshops​

Zusätzlich werden in regelmässigen Abständen Workshops angeboten wie z.B. Synchronsprechen, Sozialversicherung und Vertragsrecht für Künstler, Vorsprechtraining und Reiten.